Wir vernetzen Sie
Der Austausch mit anderen Betroffenen und Angehörigen kann eine wichtige Unterstützung und Kraftquelle im herausfordernden Alltag sein. Selbsthilfe ergänzt professionelle Angebote und kann dabei helfen, mit den Folgen der neuen Lebenssituation besser umgehen zu lernen.
Die ZNS-Stiftung bietet keine eigene Selbsthilfegruppe an. Austausch und Vernetzung der Betroffenen untereinander werden über die Seminare der ZNS-Akademie realisiert. Darüber hinaus informieren wir über Selbsthilfeangebote deutschlandweit und fördern Selbsthilfegruppen finanziell.
Was sind Selbsthilfegruppen?
Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Menschen, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten und Behinderungen richten, von denen sie - entweder sie selbst oder als Angehörige - betroffen sind. Sie arbeiten meist auf örtlicher oder regionaler Ebene und sind nicht auf Gewinn ausgerichtet.
Wichtige Anliegen von Selbsthilfegruppen sind:
- gegenseitige Unterstützung
- Austausch von Erfahrungen
- Hilfe bei der Bewältigung des Alltags
- Verringerung von Isolation und Ausgrenzung
Selbsthilfegruppen werden nicht von Ärztinnen oder Ärzten, Therapeutinnen oder Therapeuten oder anderen Fachpersonen geleitet, sondern von den Betroffenen selbst. Bei Bedarf werden jedoch gelegentlich Fachleute zu einzelnen Themen eingeladen. Selbsthilfegruppen ersetzen keine notwendigen Therapien, sie können sie aber gut ergänzen.
Suchen sie eine Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe, können Sie sich über die nationale Kontakt- und Informationsstelle (NAKOS) über ein Angebot in Ihrer Region informieren:
Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS)
Wilmersdorfer Straße 39, 10627 Berlin
Telefon: +49 (0) 30 310189-60
Mail: selbsthilfe@nakos.de
Web: www.nakos.de
Finanzielle Förderung
Die ZNS-Stiftung leistet finanzielle Unterstützung für die Arbeit von Selbsthilfegruppen von Menschen mit Schädelhirnverletzungen und deren Angehörigen. Ziel ist es, die Selbsthilfearbeit zu stärken und damit die Lebensqualität, Teilhabe und Nachsorge der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen zu verbessern.
Wer kann diese Förderung bekommen?
Eine finanzielle Förderung kann jede Selbsthilfegruppe erhalten, die ein Zusammenschluss von Betroffenen mit erworbener Hirnschädigung oder deren Angehöriger ist und grundsätzlich offen ist für neue Mitglieder.
Was kann gefördert werden?
Für eine finanzielle Förderung der Selbsthilfegruppe kommen unter anderem folgende Maßnahmen in Betracht:
- Information, Aufklärung und Beratung der betroffenen Menschen, ihrer Angehörigen oder weiterer Interessierter,
- Öffentlichkeitsarbeit und Durchführung von Veranstaltungen und Aktionen (z. B. Broschüren, Informationsmedien, Seminare, Selbsthilfetage, Fachtagungen),
- Zuschüsse zur Deckung sonstiger Ausgaben der Selbsthilfe, z. B. für Raumnutzung, Büromaterial, Telefongebühren, Reisekosten,
- Förderung von gemeinsamen Aktivitäten.
Was muss ich tun, um eine Förderung zu erhalten?
Die finanzielle Förderung der Selbsthilfegruppe wird auf Antrag gewährt. Dazu werden eine kurze Projektbeschreibung, ein Kostenplan sowie weitere Angaben zum Vorhaben benötigt. Gern beraten wir Sie vorab und unterstützen Sie bei Fragen rund um die Antragstellung. Nach einer Bewilligung ist zeitnah ein Nachweis über die Verwendung der Mittel vorzulegen.
Digital ausfüllbares Antragsformular
Hier kann unser Antragsformular heruntergeladen werden.
Kontakt
Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf - wir helfen Ihnen weiter. Nutzen Sie unser Kontaktformular oder wenden Sie sich per Mail an beratung@zns-stiftung.de