Vision Zero
Unfälle gehören zu den häufigsten Ursachen für Schädelhirnverletzungen. Viele von ihnen geschehen plötzlich und verändern das Leben der Betroffenen und ihrer Familien von einem Moment auf den anderen.
In Deutschland ereignen sich jährlich Millionen Unfälle. Allein im Straßenverkehr wurden 2024 rund 2,5 Millionen Verkehrsunfälle registriert, davon fast 290.701 mit Personenschaden. Insgesamt 2.770 Menschen verloren dabei ihr Leben. Hinter jeder Zahl steht ein individuelles Schicksal und ein Umfeld aus Familie, Freundinnen und Freunden, das ebenfalls betroffen ist.
Nicht nur Verkehrsunfälle bergen ein hohes Risiko für Kopfverletzungen. Auch Stürze sind ein sehr häufiges Unfallereignis, insbesondere bei Kindern und älteren Menschen. Im Jahr 2024 starben deutschlandweit über 21.000 Menschen infolge eines Sturzes. Hinzu kommen Unfälle im Arbeitsumfeld: von den über 685.000 meldepflichtigen Arbeitsunfällen in 2024 gab es mehr als 53.000 Kopfverletzungen. Zudem stellen Kopfverletzungen im Kontext der Arbeitsunfälle die häufigste Todesursache dar.
Anliegen der ZNS-Stiftung ist es, aufzuklären: Über Unfallrisiken im Straßenverkehr, im privaten Umfeld, in der Schule und im Sport. Gemeinsam mit starken Partnerinnen und Partnern wie der Unfallkasse NRW, dem Ministerium für Schule und Bildung in Düsseldorf, der Polizei NRW und vielen weiteren Partnern tragen die Präventionsprojekte der ZNS-Stiftung dazu bei, die Unfallzahlen zu senken und die Schwere von Kopfverletzungen zu reduzieren. Damit die Vison Zero Wirklichkeit wird.
Go Ahead!
Mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren, ist für viele Schülerinnen und Schüler selbstverständlich. Nicht selbstverständlich ist es jedoch, dabei einen Helm zu tragen. Im Jahr 2024 registrierte die Unfallkasse NRW 22.831 meldepflichtige Schulwegunfälle, drei davon gingen tödlich aus. Ein Helm kann einen Unfall nicht verhindern, aber er kann die Schwere einer Kopfverletzung reduzieren.
Als Schulwettbewerb für alle weiterführenden Schulen in NRW sucht Go Ahead Ideen und Beiträge, die Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren auf die Bedeutung der Sicherheit im Straßenverkehr und die Notwendigkeit des Helmtragens aufmerksam machen. Teilnahmeberechtigt sind Lehrkräfte aller Schulformen mit ihren Schülerinnen und Schülern ab der Klasse 5.
Schülerinnen und Schüler sind aufgefordert, sich im Rahmen des Unterrichts intensiv und aktiv mit Themen der Verkehrssicherheit und insbesondere dem Thema Kopfschutz auseinanderzusetzen. Ihre Erkenntnisse und Erfahrungen können sie in einem selbst entwickelten Film, einer Fotostory, einer Kurzgeschichte oder einem Song umsetzen und damit am Wettbewerb teilnehmen. Die besten Beiträge werden prämiert und auf der Website des Projekts als Best Practice veröffentlicht.
2004 von der ZNS-Stiftung initiiert und in drei Bundesländern gestartet, wurde das Projekt bald bundesweit durchgeführt und von den jeweiligen Kultusministerien als besonders förderungswürdig unterstützt. Seit 2009 wird Go Ahead in Nordrhein-Westfalen von der Unfallkasse NRW unterstützt und finanziert. 2011 kam das Schulministerium NRW, Schulministerin Dorothee Feller hat die Schirmherrschaft für den Wettbewerb inne. In zwei Jahrzehnten hat Go Ahead etwa 16.000 Jugendliche aller Schulformen erreicht.
Mehr Informationen zu GoAhead finden Sie unter www.go-ahead-wettbewerb.de
#sicherimStraßenverkehr
Die ZNS-Stiftung ist Mitglied in der NRW-Initiative #sicherimStraßenverkehr. Der Zusammenschluss von verschiedenen Protagonisten der Verkehrssicherheitsarbeit verfolgt das Ziel, mit gemeinsamen Aktionen und zielgerichteter Öffentlichkeitsarbeit für die Gefahren des Straßenverkehrs zu sensibilisieren und die Anzahl der Verkehrsunfälle in NRW zu reduzieren.
Am 17. Juni 2025 nahm Geschäftsführerin Dr. Susanne Schaefer die Partner-Urkunde von Markus Szech entgegen. Die feierliche Übergabe der Urkunde fand im Rahmen einer Netzwerkveranstaltung am der CJD Christophorus-Schule in Königswinter statt, bei der in Zusammenarbeit mit der Unfallkasse NRW sowie der ZNS-Stiftung das sichere Rollerfahren mit Helm im Rahmen des rollerfit-Projekts der ADAC-Stiftung demonstriert wurde.
Mehr zur NRW-Initiative unter:
www.sicherimstrassenverkehr.nrw.
Sicherheitsratgeber
Unfallquellen lauern überall – manche sind bekannt, andere sind uns nicht bewusst. Dabei können Unfälle und schwere Kopfverletzungen oft durch einfache Maßnahmen und Hilfsmittel vermieden werden.
Die ZNS-Stiftung hält eine Vielzahl von Sicherheitsratgebern bereit, die kostenfrei im Shop abgerufen werden können.
Sicherheitskonferenzen
Kontinuierliche Aufklärung, gezielte Forschung und innovative Sicherheitstechnik haben dazu beigetragen, dass die Unfallzahlen in Deutschland stetig sinken und die Anzahl der Verkehrstoten deutlich reduziert wurde. Dennoch erlitten im Jahr 2024 mehr als 290.000 Menschen einen Personenschaden bei einem Verkehrsunfall. Die Verkehrsunfallprävention ist vor diesem Hintergrund ein bleibendes Anliegen für die ZNS-Stiftung.
In den vergangenen Jahren trafen sich auf Einladung der ZNS-Stiftung ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Medizin, Psychologie, Rehabilitation, Unfallforschung, Rechts- und Kommunikationswissenschaft sowie Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen, Verbänden und Kostenträgern, um nachhaltige Strategien für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu entwickeln.