Was wir tun
Nachfolgend stellen wir Ihnen eine Auswahl von Projekten und Maßnahmen vor, die durch Spenden von Privatpersonen, Unternehmen oder aus Mitteln von Förderstiftungen realisiert werden konnten. Alle unsere Angebote sind für Betroffene und Angehörige kostenfrei.
Vielen Dank, dass Sie an unserer Seite sind und die Arbeit der ZNS-Stiftung erst möglich machen.
ZNS-Kochclub Berlin
Gut und günstig kochen – das klingt einfach, ist aber nach einem Schädelhirntrauma oft ein großes Problem. Einschränkungen der Motorik, Koordination oder Konzentration machen es notwendig, das Kochen ganz neu zu erlernen. Und wenn das Leben ohnehin kompliziert geworden ist, fehlt oft die Motivation, sich eine frische und gesunde Mahlzeit zuzubereiten. Beim gemeinsamen Kochen in der Kochschule von Alo Theis werden praktische Hilfsmittel für den Alltag vorgestellt und neue Rezepte ausprobiert – und natürlich die zubereiteten Speisen gemeinsam genossen.
Beratung
Ein Schädelhirntrauma bedeutet sowohl für die Betroffenen als auch für ihre An- und Zugehörigen einen tiefen Einschnitt in das bisherige Leben. Viele sehen sich plötzlich mit zahlreichen Fragen, Unsicherheiten und Klärungsbedarfen konfrontiert und fühlen sich in dieser Situation allein gelassen. Der Beratungsdienst der ZNS-Stiftung setzt genau hier an: Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen und ihre Angehörigen erhalten in einem Beratungsgespräch qualifizierte fachliche Unterstützung und Orientierung in einer oft hoch belastenden Lebensphase. Die Beratungen erfolgen persönlich, telefonisch oder per Videocall und sind kostenfrei.
Geschwisterseminar
Wenn ein Kind ein Schädelhirntrauma erleidet, verändert sich nicht nur sein Leben, sondern das Leben der gesamten Familie. Von jetzt auf gleich ist der Alltag komplett auf das verunfallte Kind ausgerichtet. Die Geschwister müssen oft zurückstecken und bräuchten eigentlich selbst besonders viel Zeit und Aufmerksamkeit, um ihrerseits den Unfall des Bruders oder der Schwester zu verarbeiten. Beim Geschwister-Seminar der ZNS-Stiftung stehen diese Kinder und Jugendlichen einmal selbst im Mittelpunkt. In einem geschützten Rahmen können Sie sich über ihre Sorgen und Nöte austauschen. Zu erleben, dass es andere Kinder und Jugendliche gibt, denen es ganz ähnlich geht, ist entlastend und tröstend zugleich.
Concussion Awareness Projekt
Gehirnerschütterungen gehören zu den häufigsten Verletzungen im Kindes- und Jugendalter. Im schulischen Alltag werden sie oft nicht erkannt oder in ihrer Tragweite unterschätzt. Symptome sind nicht immer eindeutig und die Folgen nicht immer sofort sichtbar. Umso wichtiger ist es, dass Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler sich mit dem Thema Gehirnerschütterungen auskennen und Handlungssicherheit gewinnen. Um diese Wissenslücken zu schließen, hat die ZNS-Stiftung das Concussion Awareness Projekt (CAP) ins Leben gerufen. In speziellen Schulungen lernen Lehrkräfte, Anzeichen einer Gehirnerschütterung frühzeitig zu erkennen, um richtig zu reagieren und betroffene Kinder und Jugendliche beim Return-to-School-Prozess adäquat zu begleiten.
Doktoranden-Stipendium
Seit 2015 vergibt die ZNS-Stiftung das mit 10.000 Euro dotierte Doktoranden-Stipendium, das Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unter 30 Jahren fördert, die eine Doktorarbeit im Bereich Neurowissenschaften mit Schwerpunkt Schädelhirntrauma verfassen. Ausgezeichnet werden sowohl klinische, klinisch-experimentelle als auch experimentelle Arbeiten. Das Stipendium wird alle zwei Jahre vergeben und ermöglicht es den jungen Forschenden, ihre Projekte fachlich und finanziell abgesichert umzusetzen.
Sprachcomputer
Eine schwere Verletzung des Gehirns führt nicht selten zu einem kompletten Ausfall der Sprache. Für Angehörige, Ärzte, Pflegepersonal und Therapeuten ist es extrem herausfordernd, unter diesen Bedingungen Kontakt zu den schwer verletzten Patientinnen und Patienten herzustellen. Insbesondere Kinder und Jugendliche leiden sehr unter der Isolation im eigenen Körper. Besonders groß ist ihre Not, wenn Lähmungserscheinungen nicht einmal Gesten oder Bewegungen zulassen, wie etwa ein einfaches Kopfnicken. Spezialcomputer mit Augensteuerung wie der Grid Pad Eye 13 mit Alea-Augensteuerung können in solchen Fällen den Betroffenen und ihren Familien neue Hoffnung geben. Ein solcher Sprachcomputer konnte der Kinderklinik der Charité Berlin durch die ZNS-Stiftung übergeben werden.
K.E.K.S.-Test
Gehirnerschütterungen werden häufig nicht als solche erkannt. Ein frühzeitiges Erkennen und die adäquate Behandlung sind jedoch wichtig, damit eine Gehirnerschütterung folgenlos ausheilt. Analog zum F.A.S.T.-Test zur Erkennung eines Schlaganfalls wurde der sogenannte K.E.K.S.-Test entwickelt. Er stellt die typischen Symptome einer Gehirnerschütterung in kindgerechter Form dar und ist damit ein niederschwelliges und leicht verständliches Instrument zur Erkennung einer Gehirnerschütterung.