Schütz Deinen Kopf!
Die Initiative „Schütz Deinen Kopf!” wurde 2015 durch die ZNS-Stiftung unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Innern a.D. Dr. Thomas de Maizière gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern ins Leben gerufen. Ziel der Initaitive war und ist es, in Sport, Schule, klinischem Kontext und breiter Öffentlichkeit für das Thema Gehirnerschütterung zu sensibilisieren und allgemeinverbindliche Standards im Umgang mit dem leichten Schädelhirntrauma zu etablieren.
Ursprung und Schwerpunkt der Initiative lagen in den Gründungsjahren im Bereich des Sports. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe, darunter Dr. Axel Gännslen, Unfallchirurg an der Medizinischen Hochschule in Hannover und Mannschaftsarzt der Wolfsburger Grizzlys, Prof. Dr. Eckard Rickels, Neurochirurg am Allgemeinen Krankenhaus Celle, Norbert Moser von der Verwaltungsberufsgenossenschaft VBG, Prof. Dr. Ingo Schmehl, Direktor der Klinik für Neurologie am BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin sowie David Schulz von der Stiftung Sicherheit im Sport gaben der Initiative daher die Bezeichnung „Schütz Deinen Kopf! Gehirnerschütterungen im Sport.” Einheitliche Leitlinien im Umgang mit einer Gehirnerschütterung im Sport wurden entworfen und Material für Trainer, Mannschaftsärzte und Therapeuten bereitgestellt.
Zunehmend wurden in den Folgejahren auch Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte in den Blick genommen und der Wirkungsbereich der Initiative auf den schulischen Kontext ausgeweitet. Gehirnerschütterungen zählen zu den häufigsten Unfallfolgen bei Kindern und Jugendlichen bei Unfällen im schulischen Kontext. Die Aufklärung über das Erkennen und die richtige Behandlung einer Gehirnerschütterung für Lehrkräfte, Eltern und Schüler ist daher von zentraler Bedeutung. Mit der im Jahr 2021 entwickelten „Materialbox für den Unterricht“ und begleitendem Unterrichtsmaterial hat die Initiative Schütz Deinen Kopf! ein wertvolles Informationspaket zum Thema Gehirnerschütterungen in Schulen aufgelegt, das seit 2024 im Rahmen des Projekts CAP (Concussion Awareness Projekt) Anwendung findet und gemeinsam mit der Concussion Clinic der am LMU Klinikum München stetig weiterentwickelt wird.
Mit der Initiierung des „Tags der Gehirnerschütterung” und einer begleitenden medizinischen Fachtagung erstmals im Jahr 2023 vertiefte die Initiative Schütz Deinen Kopf! ihr Engagement für die breite Öffentlichkeit sowie für Ärztinnen und Ärzte und therapeutisches Fachpersonal.
Ziel und Auftrag
Ziel der Initiative Schütz Deinen Kopf! ist die Aufklärung über Gehirnerschütterungen, die als vermeintlich leichte Verletzung gelten und oft bagatellisiert werden. Eine Gehirnerschütterung kann jedoch langfristige und schwerwiegende Folgen haben, wenn sie nicht rechtzeitig als solche erkannt und adäquat behandelt wird.
Partnerinnen und Partner der Initiative
In der Initiative Schütz Deinen Kopf! sind namhafte Institutionen und Persönlichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft, Medizin, Sport, Verbandswesen, Schule und Medien zusammengeschlossen, die ihr Engagement rund um das Thema Gehirnerschütterung bündeln, um Synergien heben und die Aufklärung über Gehirnerschütterungen vorantreiben zu können.
Haben auch Sie Interesse an einer Mitwirkung in der Initiative Schütz Deinen Kopf!? Melden Sie sich gern über unser Kontaktformular oder direkt unter info@schuetzdeinenkopf.de
Das BG Klinikum Hamburg vereint neurologische, neurochirurgische und frührehabilitative Kompetenzen in einem eigenen Neurozentrum. Der Schwerpunkt der Abteilung für Neurotraumatologie und Sportneurologie liegt in der Rehabilitation von Patienten mit Schädel-Hirn-Verletzungen aller Schweregrade. Das Therapieangebot umfasst alle Phasen von der Frührehabilitation schwerster neurologischer Störungen bis zur medizinisch-beruflichen Rehabilitation. Besondere Beratungs-, Präventions- und Behandlungsangebote wie die Neuropsychologische Baseline-Untersuchung richten sich zudem speziell an Sportler. Am integrierten Concussion Center werden diese von einem interdisziplinären Team betreut mit dem Ziel, Sportverletzungen optimal zu diagnostizieren und zu behandeln.
Das BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) ist ein hoch spezialisiertes klinisches Zentrum zur Rettung, Behandlung und Rehabilitation von Erkrankten und Verletzten. Die Patienten erhalten eine qualifizierte Versorgung und umfassende Betreuung bis hin zur Rückkehr in den Alltag. Die Klinik für Neurologie mit Stroke Unit und Frührehabilitation betreut das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarkes, der peripheren Nerven und der Muskulatur. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie in der Postakutphase eines Schädel-Hirn-Traumas, bei der das in der Klinik entwickelte „Brain-Check“-Verfahren zum Einsatz kommt.
Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) hat als nachgeordnete Behörde des Bundeskanzleramtes die Aufgabe, Forschungsbedarfe zu ermitteln und Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des Leistungssports zu initiieren, zu fördern, zu koordinieren und auszuwerten. Alle relevanten Thematiken der gesamten Sportwissenschaft werden nachhaltig dokumentiert und mit Hilfe geeigneter Transfermaßnahmen für die Zielgruppen bereitgestellt. Das BISp versteht sich als Berater und Dienstleister an der Schnittstelle zwischen Sport, Wissenschaft und Politik.
Mehr Informationen über die Arbeit des BISp finden Sie unter diesem Link: BISp.
Die Concussion Clinic am Dr. von Haunerschen Kinderspital des LMU Klinikums München bietet eine spezialisierte Versorgung für Kinder und Jugendliche mit Gehirnerschütterung – von der frühzeitigen kinderneurologischen Mitbetreuung bis zur strukturierten Nachsorge. Darüber hinaus dient sie als Studienplattform, engagiert sich in Öffentlichkeitsarbeit zur Primär- und Sekundärprävention, bietet Fortbildungen an und fördert die klinische und wissenschaftliche Vernetzung im DACH-Raum.
Die Gesellschaft für Neuropsychologie ist eine gemeinnützige wissenschaftliche Fachgesellschaft, die seit 1986 Forschung, Ausbildung, Fort- und Weiterbildung sowie den Aufbau von Versorgungsangeboten im Fachgebiet der Neuropsychologie vorantreibt. Ihre Mitglieder engagieren sich in vielen Arbeitsfeldern der Neurorehabilitation und unterstützen die interdisziplinäre Zusammenarbeit, um neuropsychologisches Wissen Menschen mit Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns zugutekommen zu lassen. Zunehmend wird dieses Engagement auch auf die Prävention und außerklinische Anwendungsfelder ausgedehnt.
Mehr über die Arbeit der GNP finden Sie unter diesem Link: GNP
Die Gesellschaft für Sport-Neuropsychologie möchte das Arbeitsfeld Sport-Neuropsychologie fördern, Wissen über Gehirnverletzungen im Sport vertiefen und verbreiten und die Behandlungsmöglichkeiten von Athletinnen und Athleten jedweder Leistungsklasse sichern und optimieren. Dafür hat sich die GSNP folgende Ziele gesetzt:
- Förderung der Sport-Neuropsychologie als neuen Tätigkeitsbereich
- Entwicklung und Verbreitung von Lehrmaterial für Experten und Information der Öffentlichkeit
- Entwicklung und Sicherung von Qualitätsstandards für die Versorgung von Sportlerinnen und Sportlern nach leichten Hirnverletzungen, etwa durch Schulung und Zertifizierung von Sport-Neuropsychologen und Behandlernetzwerken wie Concussion Center
- Prävention und Wissensvermittlung
Mehr über die Arbeit der GSNP unter dem folgenden Link: GSNP
Der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Oldenburg (GUV OL) ist Träger der gesetzlichen Unfallversicherung im nordwestlichen Niedersachsen mit Dienstsitz in Oldenburg. Die Prävention von Unfällen und Berufskrankheiten, Rehabilitation und Entschädigung sind gesetzlicher Auftrag (SGB VII) und die Motivation des alltäglichen Handelns. Der Verband ist Ansprechpartner, Dienstleister und Berater in puncto Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und im Bildungsbereich für seine Mitglieder im „alten Oldenburger Land“. Versichert sind über den GUV OL kommunal Beschäftigte, Kinder, Jugendliche & junge Erwachsene, die eine kommunale Bildungseinrichtung besuchen sowie weitere wie z.B. Personen, die Hilfe leisten, ehrenamtlich tätig sind oder häusliche Pflege leisten.
Weitere Informationen über den GUV Oldenburg finden Sie unter diesem Link: GUV.
Das Olympiazentrum Vorarlberg ist eine zentrale Einrichtung zur Förderung des Leistungs- und Spitzensports in Österreich. Es bietet den Athletinnen und Athleten aus Vorarlberg eine umfassende Betreuung in den Bereichen Sportwissenschaft, Medizin, Physiotherapie, Ernährung und Sportpsychologie. Das OVZ stärkt durch Fachverbandsunterstützung die Entwicklung der Vorarlberger Sportlandschaft.
Über das Projekt „Brain Crash“ engagiert sich das Olympiazentrum für die Sensibilisierung für Gehirnerschütterungen („verstehen–erkennen–handeln“) und trägt über Workshops und Vorträge zur Förderung von Handlungskompetenz in der Laiendiagnostik sowie zur Vernetzung von Sport, Bildung, Gesundheitswesen und Prävention bei.
Die „Praxis für Sport-Neuropsychologie“ war als erste Praxis mit diesem Schwerpunkt an der Entwicklung sport-neuropsychologischer Netzwerke aktiv beteiligt. Sie arbeitet mit Vereinen und Mannschaften aus dem Leistungssport zusammen und ist Mitbegründer des „Concussion Centers Nordbayern-Würzburg“, das von der GSNP e. V. zertifiziert ist. In der Praxis für Sport-Neuropsychologie arbeiten derzeit vier GSNP-zertifizierte Sport-Neuropsychologen. Das Ziel ist es, Sportler und deren Umfeld darin zu unterstützen, leichte traumatische Gehirnverletzungen zu erkennen und Prävention, Diagnostik und Behandlung dieser Verletzungsform zu optimieren.
Das Therapiezentrum Burgau ist eine Fachklinik für neurologische Rehabilitation mit 120 Betten und spezialisierten Phasen B und C, ergänzt durch ein zertifiziertes Weaning-Zentrum, Intensivstation und Coma Unit für Patientinnen und Patienten mit schweren Bewusstseinsstörungen. Hier werden Menschen nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder Hirnblutung interdisziplinär auf dem Weg zurück in ein möglichst selbstbestimmtes Leben begleitet.
Die Unfallkasse NRW ist der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand für die gesetzliche Unfallversicherung in Nordrhein-Westfalen. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts sichern die Unfallkasse NRW ihre Versicherten bei Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten ab. Als Teil des Sozialversicherungssystems der Bundesrepublik Deutschland liegen die Schwerpunkte unseres Auftrags in der Prävention sowie in der Rehabilitation. Die Unfallkasse NRW ist bei vielen Projekten ein langjähriger Partner und Wegbegleiter der ZNS-Stiftung.
Mehr zur Unfallkasse NRW finden Sie unter diesem Link: UK NRW
Die VBG ist Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung. Ihr Auftrag teilt sich in zwei Hauptaufgaben: Die erste ist die Prävention von Arbeitsunfällen, Wegeunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, die zweite Aufgabe ist das schnelle und kompetente Handeln im Schadensfall, um die ganzheitliche Rehabilitation der Versicherten optimal zu unterstützen. Insgesamt zählt die VBG etwa 37 Millionen Versicherungsverhältnisse bei über eine Million Unternehmen aus über 100 Gewerbezweigen. Darunter sind auch bezahlte Sportler und Sportlerinnen sowie weitere Angestellte und sonstige Versicherte, z.B. Trainerinnen und Trainer von Sportvereinen.
Gemeinsam mit der ZNS-Stiftung hat die VBG die GET-App (Gehirnerschütterungs-Test-App) zur Erkennung von Gehirnerschütterungen entwickelt. Dank der Unterstützung durch die VBG kann die App für die Nutzerinnen und Nutzer kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
Mehr über die VBG finden Sie unter diesem Link: VBG